Klettern auf der Klassenfahrt

Eine Klassenfahrt zu planen ist schon echt ein großer logistischer Aufwand. Dann auch noch ein geeignetes Programm für Schulklassen verschiedener Altersgruppen zu finden ist erst recht nicht einfach, vor allem wenn es sich um pubertierende Problemklasse handelt. Da hilft oft nur noch eins „Rauf auf die Bäume mit euch!“ – Ja, im Ernst, nehmen Sie sich einen Kletterpark als Ziel Ihrer Klassenfahrt und verordnen Sie ausnahmslos allen Kindern ein tägliches Sport- und Kletterprogramm.

Bei den meisten Kletterparks werden individuell abgestimmte Teamtrainings ab der 7. Klasse angeboten, welche als vorwiegend praktisch orientierte, erlebnispädagogische Tagesprogramme aufgebaut sind. Das gemeinsame Klettern unterstützt die Entwicklung und Festigung von Teamstrukturen, stärkt das Vertrauen in der Gruppe und das Selbstvertrauen eines jeden Einzelnen.

Alle für Einen!
Bestreitet man in einer Gruppe einen schwierigen Kletterparcours, muss untereinander die Kommunikation stimmen. Konflikte, die in den meisten Schulklassen (vor allen in den pubertierenden Altersklassen) vorhanden sind, lassen sich auch hier nicht vermeiden. Doch in luftigen Höhen sieht der ganze Streit vielleicht plötzlich ganz anders aus. Auf diese Weise wird also auch die Konfliktfähigkeit der Kinder gestärkt.

Einer für Alle!
Jeder einzelne muss am Seil und auf dem Baum sowohl für sich als auch für die Gruppe Verantwortung übernehmen. Manchmal kann es auch den sonst Schwächeren helfen, zu erkennen, dass gerade die Klassenkameraden, die im Schulalltag immer den großen Macker markieren, vielleicht unter Höhenangst leiden, oder Schwierigkeiten haben, einen Parcours zu überwinden. Dies stärkt sowohl die Eigen- und Fremdwahrnehmung, als auch das Erkennen der eigenen Stärken oder Schwächen.
Die Klasse lernt sich auf einer völlig anderen Ebene kennen und jeder einzelne muss sich in kreativer Problemlösung üben. Ein weiterer Vorteil, der vor allem die Lehrer und andere Aufsichtspersonen freuen dürfte: Beim Klettern powern sich die Kinder ordentlich aus, das geht an die Kraftreserven. Die Nächte auf diesen Klassenfahrten dürften also verhältnismäßig ruhig werden, da sicher die wenigsten Krawallschüler nach zwei Tagen exzessiven Klettern noch viel Energie für nächtliche Unternehmungen haben werden.