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Steinbachtal

Übersicht: Es ist sicher nicht übertrieben das am Nordharzrand bei Thale gelegene Steinbachtal, aus landschaftlich und auch klettertechnischer Sicht, als Kleinod zu bezeichnen. Reizvoll im Eichenmischwald gelegen, erwartet das Gebiet einen mit derzeit 23 bekletterten Felsen. Der gut strukturierte Granit bietet  ca. 230  sehr vielfältige Anstiege in moderaten Schwierigkeiten. Von einigen exponierten Felsen reicht der Blick weit ins nördliche Harzvorland. Besonders exellente Anstiege bietet das Feuerschiff, die Hintere Wand, der Theaterfelsen und der Bergfreundeturm.

Theaterfelsen
Achim im Letzte Schliff (VIIa) am Theaterfelsen
Hinteren Wand
der Autor im Südriss (VIIa) an der Hinteren Wand
Steinbachtal
Indian Summer im Steinbachtal

Charakter: sehr unterhaltsam - angefangen vom klassischen Riss, Verschneidungen, luftige Kanten über Wand und Leisten sollte für jeden Geschmack etwas zu finden sein. Die Wege lassen sich im allgemeinen sehr gut abssichern. Wo selbiges mal nicht geht, steckt meistens ein Bohrhaken oder ein Ring.

Anfahrt/Zugang: von Magdeburg die B81 bis Kroppenstedt, weiter die Route 66 (auch Landstraße 66 geheißen) nach Quedlinburg - von hier verschieden Möglichkeiten nach Thale ( a: die L293/L92 über Neinstedt oder b: wer sich die Ortsdurchfahrt durch QLB schenken will, schwenkt bereits vorher auf die B6n ein, auf selbiger bis zur Abfahrt Westerhausen/Thale, zusätzlich gibt es noch ein paar "Schleichwege" für Liebhaber und Ortskenner). Ab Thale weiter die L240 Richtung Friedrichbrunn, ca. 1km nach dem Ortsausgang, kommt rechts eine Parkbucht. Fahrzeit: ca. 1h zuzüglich  5 bis 15 min. Gehzeit zu den Felsen

Auch per Bahn ist das Ziel optimal von Magdeburg aus erreichbar. Es besteht eine durchgehende Verbindung im Stundentakt. Vom Bahnhof Thale mittels netter Wanderung durch Ort und Steinbachtal zu den Felsen. Es soll wohl aber auch eine Alternative für Lauffaule geben ....Zwinkernd

Besonderheiten: Landschaftsschutzgebiet, Verzicht auf Magnesia (Alternativ Baumharz bzw. Kolophonium nutzbar), sächsische Bewertung

Führer: Paules Kletterbibel - Ostharz

Zum Ausklang: Dort wo der Steinbach den Ort Thale erreicht befindet sich das Rodelhaus. Wer selbstgemachten Kuchen und deftige leckere Bratkartoffeln in bodenständigen Harzer Localcolourit mag, dürfte sich hier wohl fühlen.

Für die kulturell verwöhnten Seelen und Bildungsbüger ist ein Besuch des Cafes - Der Froschkönig - in Gernrode sehr zu empfehlen.Bei einer reichhaltigen Auswahl an Kaffee- und Teespezialitäten, verschiedenen Kuchen,  und kleineren mediteranen Gerichte, genießt man den Anblick der romanischen Basilika St. Cyriakus. Für Fischgourmets die auf ihren Rotbarsch, Zander oder Forelle nicht verzichten wollen ist wohl die historische Bückemühle die erste Adresse.

Blogeinträge: 08.02.2009  02.04.2009 15.01.2011

Empfehlenswerte Anstiege (Ein Klick auf den Anstiegsnamen führt in der Regel zu einem etwas detailierteren Kommentar):

FelsenAnstiegGradKommentar
Bergfreundeturm Alter Weg
II sehr orginell
Bergfreundeturm Ostwand IV clean gut sicherbarer, und für Steinbachtalverhältnisse recht langer klassischer  Genußanstieg
Bergfreundeturm Nordriss VI anspuchsvolle Rissverschneidung, clean sehr gut sicherbar
Bergfreundeturm Gewitterweg
VIIa ein etwas  heikler Einstieg leitet über in eine klasse Rissverschneidung
Bergfreundeturm Thalenser Weg
VIIa hat von jedem etwas: Wand, Überhang, Riss
Bergfreundeturm Alle Jahren wieder
VIIb technisch anspruchsvoller Anstieg mit Crux am Ausstieg
Bergfreundeturm Sternstunde VIIIa genüsslich und gut
Bergfreundeturm Steppenwolf VIIIa sehr elegante Kantenkletterei, ein Unikat
Bergfreundeturm Sachsenwall VIIIb sehr knackige Wandstelle bei bester Sicherung
Bergfreundeturm Bastelstunde VIIIb knifflig aber gut gesichert
Theaterfelsen Maiweg V hat so einiges an Unterhaltung und zum Genießen anzubieten
Theaterfelsen Abendweg VI klassisch, schwerer Einstieg
Theaterfelsen Kühne Kante / AV Lezter Schliff
VIIa kühne Züge auf cooler Reibungskante, Idealweg vom Feinsten
Theaterfelsen Opernweg VIIa steil und kräftig
Theaterfelsen Juniweg VIIa abwechselungsreicher Klassiker mit seltsamen Einstieg
Theaterfelsen Regenwand / AV 30.Februar
VIIc der untere Teil war früher nur was für Moralschweine, nach Sanierung jetzt  Tendenz zum Sportkletterweg. steil und recht kleingriffig, bleibt lange trocken
Theaterfelsen Alte Seilschaften
VIIIa interessante Platten, an der oberen muß man sich schonmal trauen
Hintere Wand
Südriss VIIa genüsslicher Körperriss geht über in saugenden Handriss
Hintere Wand
Überwindung VIIc tolle gut gesicherte Kantenkletterei,nach dem 2.R wirde der Name zum Programm
Hintere Wand
Erbsenzählerfiasko
VIIIb - IXb je nachdem wie man die Erbsen zählt
Waldschratt Kleine Spielerei
VIIc gut gesichertes Einzugproblem
Hohes Riff
schwache Nerven
VIIb Nomen est omen, der Vorsteiger sollte den Umgang mit allerlei Klemmgerät beherrschen
Hohes Riff
Natürliche Auslese VIIIb eleganter aber recht anspruchsvoller Anstieg, was Kletterei und Absicherung betrifft, Crux am R
Hohes Riff
Bosch Court
VIIIb es wird immer schwerer, aber bei guter Absicherung
Ausguck
Verspäteter Ru(h)m
VIIb deutlich besser als der erste Eindruck
Feuerschiff
Pfeilerriss V zum Genießen
Feuerschiff
Feuerwasser V unten klassisch und oben modern
Feuerschiff Kleine Hangel
VIIa einer der großen Klassiker auf dieser Seite des Steinbachtals
Feuerschiff Schädelriss VIIb DER ernsthafte Anstieg im Steinbachtal den man gemacht haben muß
Untere Steinbachtalnadel
Bergfreundeweg VIIc ein verstecktes Risskleinod

 

Achtung: Klettern ist sau gefährlich und schon auf dem Weg zum Felsen kann einen der Tod schneller finden als man ihn gesucht hat !! Diese Empfehlungen entbehren jedweder Objektivität, sie geben nur mein sehr subjektives persönliches Empfinden wieder und ersetzen somit nicht das eigene Denken, Schauen und bedachte Handeln des Vorstiegsaspiranten.

von Guido (alias eremit)
letzte Aktualisierung am 21.02.2010

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