Buchmesse: TRANSIT - Illegal durch die Weiten der Sowjetunion

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Christoph

Christoph

Während andere an diesem Wochenende an kaltem Gestein Kontakt suchten, vermied ich körperliche Aktivität und ließ mich im überfüllten Leipziger Tapir bei einer Buchlesung bekuscheln.

Kurzum, der Besuch hat sehr gelohnt, es wurde viel gelacht und rumgeträumt, und weil das alles so toll war, möcht ich den Lesenden danken, indem ich die Kunde vom Buche verbreite:

[quote]"Transit" - ein geflügeltes Wort unter Bergsteigern und Abenteurern in der DDR, von dem nur Eingeweihte der Szene wussten, was es bedeutet: Einreise in die Sowjetunion mit einem auf drei Tage begrenzten Transitvisum. Aus der vorgegebenen "Durchfahrt" wurden mehrwöchige, illegale Touren durch die schwer zugänglichen Weiten der Sowjetunion. In dieser Anthologie erzählen 18 Autoren Erlebnisse und Geschichten aus einer Zeit, in der unbegrenzte Individualreisen für DDR-Bürger genauso wenig vorstellbar waren, wie die heutige Perfektion der Ausrüstung. Neben ausgefallenen Abenteuern beschreiben ihre Schilderungen auch die langwierigen Vorbereitungen, die Tricks beim Beschaffen der Reisedokumente, die Begegnungen mit fremden Kulturen und viele kleine Episoden bei der Konfrontation mit dem sowjetischen Alltag.
Die dokumentierten Reiseberichte lassen nicht nur ein wenig bekanntes Stück DDR-Geschichte lebendig werden. Sie führen den Leser in die touristisch immer noch wenig erschlossenen Bergwelten von Kaukasus, Fan-Gebirge, Tienschan und Pamir, in die Oasen Mittelasiens, nach Sibirien, an den Baikalsee, nach Kamtschatka, ... bis nach China.

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[/quote]

Mein DDR-Erfahrungsschatz endet bereits mit dem Jungpionierdasein und das im Buch beschriebene Reisen werd ich wohl nie mehr Kennenlernen. Für mich waren die zwei vorgetragenen Reiseerzählungen faszinierende Abenteuergeschichten aus einer längst vergangenen Zeit. Für die Leute neben mir Erinnerungen und mit viel Glück, liebenswerter Dreistigkeit und bewundernswertem Weltvertrauen weitergetriebene Reiseerlebnisse.

Aus den Reaktionen des Publikums und des stark geforderten Manns am Verkaufstisch schließe ich mal, dass das Buch nicht nur bei meiner Familie gut angekommen ist.

Vielleicht gibt's auch irgendwann ein Hörbuch. Wünschenswert wäre es. Ich durfte wiedermal festellen, dass Russisch mit dickem sächsischen Akzent die Welt zu einem besseren Ort macht.



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eremit

eremit

hatte so etwas 1989 im fortgeschrittenen Planungstadium mit Ziel 1990 in den Kaukasus zu gelangen. So mit allem drum & dran z.b. eigenhändig handgezeichnete Karten ....   bekanntlich kam ja dann was dazwischen

 

 



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Aussteiger

Magdeburg war früher , neben der sächsischen  Gruppe der Berg-Uni Freiberg und einer thüringer Gang aus Erfurt/Jena eine der Hochburgen der "Transitler".

Die Magdeburger Bergsteiger um Jürgen Bösecke und Wofgang Knochenhauer waren schon in den siebziger Jahren im Pamir- und Fan-Gebirge im damaligen sowjetischen Mittelasien aktiv als illegale ,bergsteigende Transitler unterwegs.

Ich "verirrte" mich auf dem Weg nach Rumänien über Moskau und Sotschi in den Pamir und bestieg mit drei Freunden den 7105m hohen Pik Korshenewskaja. Unterwegs trafen wir Thomas Menzel, auch aus Magdeburg, er war auf dem Weg zum Pik Kommunismus. Die übliche Masche war mit einem dreitägigen Transitvisum einzureisen und sich dann zu verirren. Wir reisten nach 56 Tagen über Moskau wieder aus, nutzten fadenscheinige Ausreden und beantragten die Transitvisas im nächsten Jahr neu.



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frank

für alle interessierten!

es gibt eine weitere lesung und ein fest dazu am 8.mai in freital-somsdorf. näheres unter www.transitreisen.de

 

 

 



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