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Subotnik-Nachruf
Benutzer : kackstift
Datum: 07.05.2010 23:50
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Heute hab ich es mal wieder zum Angerfelsen geschafft. Zwar war DAV-Jugendklettern angesagt, aber aufgrund des düsteren Wetters hatte ich schon befürchtet, dass der Turm vom heutigen Ansturm nicht würde ins Schwanken geraten.
Jedenfalls war ich erst einmal alleine, zog die Kletterschuhe an und begann zu bouldern. Ihr wisst schon, ein mal die große Traverse um den Turm herum. Und wie ich so um den Ostpfeiler presse, strahlt mich doch die leuchtend blaue DAV-Hütte an und ich entsinne mich, wie wir am 11.April unsere große Subotnikaktion hatten.
Danke noch einmal an all die vielen Helfer, die sich an diesem auch sehr verhangenem Sonntagmorgen eingefunden hatten, mit Bandschleifern, Spaten, Schubkarren, … . Schnell hatte jeder eine passende Arbeit gefunden. So fingen die einen mit der Sanierung der Hütte an, während andere die mühsame Aufgabe hatten den Kies um den Turm herum weg zu ziehen, die fest getretene Schicht darunter aufzulockern (aufzuhacken ist wahrscheinlich die bessere Wortwahl) und die Absprungzone wieder neu mit Kies zu befüllen.
Die Hüttencrew hatte aber nicht weniger zu malochen. Schließlich musste die gesamte alte, teils abblätternde Farbe abgeschliffen werden. Manch einer sah aus, als hätte er mit Schlumpfinchen gekuschelt. Und als endlich alles runter war, sollte ja noch der neue Farbanstrich drauf. Die Kreativen unter uns wurden schnell enttäuscht, vorgegebenes Einheitsblau war angesagt. Und wo die Hütte schon mal offen war, wurde sie gleich noch befestigt und ausgemistet.
Etwa 80 fleißige Hände (wir haben sage und schreibe 40 Helfer gezählt) hatten ihre Arbeit  so schnell verrichtet, dass wir mit unserer Kiesauflockerungsaktion rund um die Kinderkletterfelsen weiter machten. An manchen Stellen war der Absprungkies nur noch 2cm hoch und dann kam diese knüppelharte 2cm dicke, fest getrampelte Schicht. Schönen Gruß an den Knochendoktor.
Ich glaube, das schnelle Arbeiten war dem miesen Wetter geschuldet, denn wer nicht entweder einen heißen Kaffee (Dank an Uta, die stellvertretend für den DAV für Speis und Trank sorgte) oder eine Schaufel in der Hand hielt war bei knapp 8°C zum frieren verurteilt.
Am frühen Nachmittag war der ganze Spaß schon wieder vorbei, dass verdiente Feierabendbierchen wurde geleert und ab nach Hause in die heiße Badewanne.
Und wie ich dann heute so am Ostpfeiler vorbei unter ПОЕХАЛИ aus den noch nassen Griffen     flutschte, hatte ich schon im Flug ein Lächeln im Gesicht, da ich wusste, dass ich in 100 Schubkarren weichem Kies landen werde.
Nochmals großes Lob an alle Helfer,

Micha

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